Cool schlafen am Wasser



 


 

Nach der Elbphilharmonie ist es die neue Attraktion in der Hansestadt: Das Hotel „The Fontenay“ an der Hamburger Außenalster bietet ungewöhnlichen „Lakeside Luxury“. Zeit für ein Gespräch mit Hotelchef Thies Sponholz über Reisen und Betten.

 

Lang wurde es erwartet, seit einem halben Jahr ist es nun geöffnet – und eine echte Sehenswürdigkeit für Reisende und Hamburger geworden, die den wohl spektakulärsten neuen Hotelbau Deutschlands sehen möchten: das Hotel „The Fontenay“ an der Außenalster mit seinem 27 Meter hohen Atrium. Gerade jetzt, wo in Hamburg die Elbphilharmonie eröffnet hat, kommen viele kulturinteressierte Gäste in die Hansestadt. Hier ergeben sich ganz neue Synergien, um Kultur und gehobenen Lifestyle zu verbinden“, berichtet Hotelchef Thies Sponholz, der zuvor das Berliner Luxushotel „Hotel de Rome“ führte. Business-Reisende und Familien aus aller Welt reisen in das aufsehenserregende Designhotel der Hansestadt, die in ihrer nordischen Schönheit bei vielen Besuchern aus dem Ausland als attraktivste Stadt Deutschlands gilt. „Nach den Monaten seit unserem Start im März 2018 zählen wir auch viele Gäste aus den USA, den skandinavischen sowie arabischen Ländern. Genauso sind wir auch ein Ort für Hamburger, sie besuchen gern unsere Bar, das Atrium oder unsere beiden Restaurants“, sagt der Hotelchef.

 

„The Fontenay“ war ein Herzensprojekt des aus Hamburg stammenden Logistik-Unternehmers Klaus-Michael Kühne, der es von Architekt Jan Störmer auf dem Gelände des ehemaligen Intercontinental Hotels direkt am Wasser bauen ließ, als ultimative Hommage an die elegante und weltoffene Hansestadt. Der Blick nach draußen, die Öffnung nach außen, in die Welt, ist es auch, der die Architektur des Hauses mit seiner konvex oder konkav gebogenen Fassade bestimmt: Blicke auf Grün und Wasser haben die Gäste durch bodentiefe Fenster und von Balkonen – dazu kommt eine im sechsten Stock gelegene Bar mit Blick über Hamburg und ein Infinity-Pool, von dem aus man in die Alster zu schwimmen scheint.

 

Für Gäste, die Interior Design lieben, ist „The Fontenay“ eine Wunderkammer mit überraschenden Details und eine Schule im Sehen: Denn wie richtet man ein Haus ein, in dem keine Wand zur anderen parallel steht? Da die Zimmer trapezförmig geschnitten sind und gebogene Fassaden haben, ist auch die Möblierung ungewöhnlich und meist maßgefertigt, weil viele Möbelkollektionen nur in Räumen mit rechten Winkeln optisch funktionieren. So ließ Innenarchitekt Christian Meinert vom Büro Ankett + Hesse viele Einrichtungsgegenstände eigenes für das Hotel entwerfen und kombinierte sie mit Designklassikern von Eero Saarinen für Knoll International, B & B Italia und Flexform. Im Bad wurde jede Natursteinplatte eigenes nach Plan geschnitten, das helle Eichenholzparkett stammt aus den Wäldern um die französische Abtei Fontenay, eine schöne Hommage an den Namen des Hotels. Der wiederum ist eine Erinnerung an den ursprünglich aus den USA stammenden Schiffsmakler John Fontenay, der sich Anfang des 19. Jahrhunderts in Hamburg niederließ und ein hoch erfolgreicher Geschäftsmann wurde.

 

Die Farbspiele der Einrichtung nehmen die Farben der Natur auf, mit weißem und grünem Onyx, Stoffen in Beige, Blautönen und Türkis. Türkis ist auch die emblematische Farbe der luxuriösen eigenen Betten- und Matratzenlinie, die von den Handwerkern der Schramm Werkstätten eigenes für das Hotel gebaut wurde: die Headboard-Kopfteile wurden mit einem edlen türkisfarbenen Velours bezogen, der je nach Strichrichtung des Stoffes seine Nuancen verändert. Zudem gibt es besondere Matratzenlängen von 2,10 Metern und 2,20 Metern.

 „Wir haben auf die Auswahl der Betten einen besonderen Fokus gelegt, da Schlafqualität mit einer der wichtigsten Faktoren während des Aufenthaltes ist und stark zum Gesamteindruck beiträgt“, erklärt Thies Sponholz. „Bei Schramm hat uns nach kurzer Zeit - um nicht zu sagen sofort - die Qualität der Betten überzeugt. Darüber hinaus gefiel uns sehr gut, dass Schramm in Deutschland fertigt und ein Familienunternehmen ist. Denn auch das „The Fontenay“ ist ja ein privat geführtes Hotel.“ 

 

Seiner Erfahrung nach hat sich das Thema Schlafen nicht nur im Zuhause als auch im Hotel insofern verändert, als die Gäste mehr Wert auf sehr gute Betten legen. „Es gibt ja inzwischen ein riesiges Angebot für Matratzen aller Härtegrade und Eigenheiten, beispielsweise für Seitenschläfer.“ Ein weiterer Grund ist seiner Erfahrung nach die Globalisierung. „Menschen sind viel mobiler und öfter unterwegs. Bei einem Hotelaufenthalt möchten sich Gäste in kurzer Zeit erholen, also gut schlafen. Gerade Viel- und Businessreisende legen wegen ihres Pensums Wert auf Komfort, so dass sie am nächsten Morgen ausgeruht aufwachen und in den Tag starten können“, hat er beobachtet. Für den stattlich gewachsenen Manager ganz persönlich ist die Länge des Bettes der wichtigste Faktor für eine gute Nacht im Hotel. „Hohen Schlafkomfort empfinde ich als ein Zusammenspiel aller Komponenten wie der Matratze, der Bettwäsche und dem Topper. Auch die Position des Bettes im Raum trägt für mich zum Wohlfühlen bei.“

 

Als international erfahrener Manager hat der Hoteldirektor schon in vielen Ländern mit anderen Schlafkulturen genächtigt. „Auf der ganzen Welt spielen Hotelbetten eine große Rolle. Betten sind mit der steigenden Wichtigkeit eines erholsamen Schlafes zu einer Philosophie geworden“, hat er beobachtet. „Schlaf, Komfort, Materialien, Größe, Höhe, Härtegrade, Leichtigkeit – die meisten großen Hotelgesellschaften haben eine eigene Bettenlinie entwickeln lassen, die zum Aushängeschild gehört. Das ist eine gute Möglichkeit, sich als Haus zu differenzieren.“  Als etwas spezieller sieht er die Lage in manchen asiatischen Ländern. „Auch dort gibt es alle großen Ketten mit eigenen Betten, aber man findet dort auch kleine Hotels mit Zellen, wo man sich ausschließlich zum Schlafen aufhält. Hier geht es dann aus Sicht des Hauses primär um die Effizienz, erst dann folgt der Komfort.“

 

 www.thefontenay.de