Das atmende Bett – Warum man auf zwei Matratzen besonders gut schläft

 

Irgendwie sind wir ja alle eine Prinzessin auf der Erbse. Ob Mann oder Frau, Teenager oder Großvater, Europäer oder Asiate. Die meisten Menschen sind äußerst empfindlich, wenn Betten zu hart, zu weich, zu heiß oder zu kalt sind. Wälzen sich stundenlang beim Einschlafen umher ­– manche werden schier wahnsinnig, wenn sie fern des eigenen Hauses in Betten schlafen müssen, die ihrem persönlichen Körperbau und Vorlieben für Kissen und Matratzen nicht entsprechen. So können teure Urlaube selbst in Luxushotels zum Alptraum werden, wenn die Betten nicht stimmen.

Rund um den Globus schlafen Menschen auf ganz unterschiedlichen Unterlagen, die über Jahrtausende aus regionalen Materialien entwickelt wurden: auf dünnen Matten, Futons, ausgestopften Säcken, auf Lattenrosten mit Vollschaummatratzen – oder in den zunehmend beliebten Boxspring-Betten, in denen mehrere Matratzen übereinander liegen. Auf einem raffinierten Matratzenstapel zu schlafen, Prinzessinen-Style, ist aber mehr als eine Mode, die bald wieder vergeht. Diese märchenhaft anmutende Art, Betten zu bauen, hat in der Realität einen echten Grund: Gesundheit von Körper und Geist.

 

Die Pfälzer Handwerker der Schramm Werkstätten fertigen schon seit 90 Jahren Betten, bei denen zwei oder drei  Matratzen übereinander liegen – und sie sind auch in Zeiten, in denen andere Schlafsysteme auf den Markt kamen, exklusiv dabei geblieben. Im Laufe von drei Generationen hat die deutsche Manufaktur ihr Zwei-Matratzen-System perfektioniert. Polsterer, Tischler und Schneider haben mit wissenschaftlichen Schlafexperten den Königsweg im Bettenbau perfektioniert: Mit einem ausgeklügelten Aufbau aus über 20 edlen Materialschichten in zwei oder drei Matratzen. Maßgeschneiderte Berge von wolkiger Seide-Leinen-Füllung, dicken Schafwolle-Lagen, Naturlatex mit Luftkammern, Baumwollschichten und Leinwandgewebe lassen ein einzigartiges Lager entstehen. Dazwischen liegen Federn in Nesselsäckchen, die je nach individueller Größe und Gewicht den Körper optimal unterstützen. Allein innerhalb einer Obermatratze befinden sich rund 17 Schichten, in der Untermatratze stecken noch einmal ein halbes Dutzend Polsterschichten aus Naturmaterialien, die per Hand übereinander geheftet werden. So schläft der Besitzer eines Schramm-Bettes auf über 20 ihn optimal abfedernden Schichten - und nicht bretthart auf einer einzigen Unterlage. Das bewegliche Miteinander der Matratzen zwischen oben und unten ist entscheidend für die Gesundheit der Wirbelsäule und verhindert Schmerzen: Die Obermatratze nimmt den Köper punktuell auf und stützt ihn nahezu druckfrei ab. Gerade die Schulter muss in Seitenlage einsinken können, ohne zu versinken. Die stabile Untermatratze federt jede Bewegung sanft ab und ist tragende Basis für das nächtliche Lager. 

 

Dieses quasi royale Auspolstern mit so vielen Schichten per Hand sorgt auch für ein gesundes Bettklima. Bei Klima im Schlafzimmer denkt man meist an frische Luft und die richtige Raumtemperatur. Doch genauso wichtig ist der Luftaustausch innerhalb der Unterlage, auf der man schläft: Die natürliche Klimaanlage der Matratze. Denn im Durchschnitt gibt der Körper pro Nacht einen halben Liter Feuchtigkeit ab. Nachtwäsche und Bettwäsche nehmen natürlich auch davon auf, vieles wird von der Matratze absorbiert. Wenn der Luftaustausch in der Matratze nicht funktioniert, bleibt das Bett innen feucht, wird muffig, im schlimmsten Fall bildet sich Schimmel. Deshalb werden bei Schramm-Betten die natürlichen Polstermaterialien durch eine ausgeklügelte Heftung per Hand miteinander verbunden und nicht nahezu luftdicht verklebt. So kann frische Luft durch Ober- und Untermatratze strömen, die Feuchtigkeit wird in die Raumluft abtransportiert. Ein Bett für Prinzen und Prinzessinnen, ein Ort für wunderbare Träume, schöne Fantasien - und gesunden Schlaf. Ob nun auch die Prinzessin auf der Erbse in einem Schramm-Bett gut geschlafen hätte, das können wir nicht wissen. Aber wir vermuten es...