Ich habe noch ein Bett in Berlin

Deutschlands legendärer Gastgeber Dietmar Müller-Elmau hat mit dem Berliner Hotel „Orania“ in Kreuzberg eine neue In-Adresse geschaffen. Warum sie so besonders ist, erzählen wir hier. Hotels gibt es in Berlin so viel wie Sand unter den brandenburgischen Kiefern: massive Trutzburgen des Luxus, kleine Designhotels, skurille Pensionen wie aus dem Kurzfilm und seelenlose Kettenhäuser, quadratisch, praktisch, ganz gut. Im hart umkämpften Berliner Hotelmarkt etwas wirklich Neues zu bieten, ist schwierig. Auch wenn die ganze Welt nach Berlin pilgert, um die angesagteste, frischeste und bunteste Stadt der Welt zu erleben.

 Wer den Berlin Spirit sucht, dieses so schwer zu fassende Lebensgefühl der deutschen Hauptstadt, die Glanz, Zerstörung und Wiederaufstieg einer Metropole in ihren Kiezen so fühlbar symbolisiert, findet im Stadtteil Kreuzberg eine besonders intensive Mischung von Geschichte, Menschen und Bauten. Früher bürgerlicher Wohnbezirk mit prachtvollen Gründerzeithäusern – dann Zentrum der Hausbesetzerszene, türkisches Wohnviertel, Anziehungspunkt für Künstler, Freidenker, Krawallmacher. Und nun Lieblingsort der internationalen Hipster, in dem Stars wie Quentin Tarantino, Clemens Schick und Til Schweiger genauso feiern wie türkische Taxifahrer und grüne Studenten. Im Sommer 2017 eröffnete am Oranierplatz ein ungewöhnliches kleines Luxushotel, das auf den ersten Blick so gar nicht wie eine Luxusherberge wirkt: Das „Orania“. „Wir wollten als Cultural Hideaway in der Hauptstadt der Kultur präsent sein - und Kreuzberg ist das Viertel, in dem die meisten Künstler wohnen“, erklärt der Hotelier Dietmar Müller-Elmau, der zusammen mit seinem Partner Dietrich von Boetticher das Haus mit seiner bewegten, sehr berlinischen Geschichte wieder zum Leben erweckte: Als „Oranienpalast Kabarett-Kaffee“ im Jahr 1913 eröffnet, gingen hier Musiker und Künstler ihrer Zeit ein und aus, einer Epoche des Umbruchs in Europa, die die bisherigen Kunstformen in Frage stellte und revolutionierte. Später zog hier ein Kaufhaus ein, ein Supermarkt, eine Diskothek, Street-Art-Künstler bemalten die Wände. Der schöngeistige Müller-Elmau, dessen Hotel Schloss Elmau in Bayern seit Generationen zu den Kultadressen von Upper Class und Intellektuellen gehört, wollte in Berlin seine Vorstellung eines Hauses voll urbanem Kulturleben verwirklichen, Verbindungen zwischen Berlinern und Besuchern schaffen. Komfortabel ist das Hotel, aber ohne Blingbling, mit natürlichen Materialien, regionalen Produkten und einer lokalen Szene. „Ins Orania kommen Künstler, Ästheten, Unternehmer, Studenten und Politiker gleichermaßen“, sagt der Chef. „Wir bieten ein riesiges Wohnzimmer mit Restaurant, offener Küche, Bar und Bühne für tägliche Konzerte mit Künstlern, die in Berlin leben.“ Alles in einem unverwechselbaren Interior Design- und Lichtkonzept, das man sonst in Berlin nicht findet. Salons mit ausgesuchten Büchern bieten Rückzugsorte, wenn Besucher der Hektik der Stadt für einige Stunden entfliehen möchten, am hauseigenen Steinway-Flügel können auch Gäste üben. Der Pianist und Artistic Director Julien Quentin, der selbst in Kreuzberg lebt, kuratiert eine Konzertreihe von Klassik, Kammermusik und elektronischer Musik mit großen Künstlern, die in Berlin leben; für Hotelgäste sind die Konzerte frei. Die denkmalgeschützten Strukturen des einstigen Kaufhauses wie riesige Fenster, Balken und Pfeiler wurden in den Gästezimmern erhalten, mit edlen Holzböden, ziegelroten Stoffen und Flachbildfernsehern kombiniert. Das Lieblingstier des Hoteliers, der Elefant, schmückt überall Kissen, Sessel und Decken. Für die Betten wurden Schramm-Matratzen ausgewählt, die der Luxury-Hideaway-Philosophie des Hauses entsprechen: in Deutschland handgemacht, mit natürlichen Materialien gefertigt, für höchsten Schlafkomfort. Auf Wunsch können die Betten mit unterschiedlichen Topper-Auflagen dem individuellen Liegegefühl angepasst werden. „Durch die Zusammenarbeit in Schloss Elmau kannten die Architekten den guten Komfort unserer Matratzen und haben auch im Hotel Orania unsere Modelle ausgewählt“, sagt Angela Schramm, Creative Director der traditionsreichen Manufaktur. „Der anspruchsvolle Hotelgast ist mittlerweile zu Hause an ein gutes Bett gewöhnt und verlangt somit auch im Zuhause auf Zeit - dem Hotel - eine wirklich bequeme Schlafstätte. Das Schramm-Einlegesystem lässt sich in Hotels unproblematisch mit allen Betten kombinieren. Es ist natürlich schön, dass wir in vielen Luxushäusern einen guten Namen haben.“ Und so ist auch das Hotel Orania dabei, sich einen guten Namen in Berlin zu machen, mit Kunst, Design – und neuen Betten.

www.orania.berlin.de